Glyphosat

Glyphosat wird in Deutschland auf zwei drittel der Felder versprüht

Glyphosat wird in Deutschland auf zwei drittel der Felder versprüht

Pflanzenschutzmittel, die den Wirkstoff Glyphosat enthalten, gehören weltweit zu den am häufigsten eingesetzten Herbizidprodukten. Glyphosat-haltige Herbizide werden nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch für die Unkrautbekämpfung in Gärten, auf unkultivierten Industrieflächen und zur Verkehrssicherung von Bahnstrecken eingesetzt. Der bekannteste Handelsname ist Roundup oder Glyfos. Hersteller sind unter anderem Monsanto, Syngenta oder Beyer.

Die Wirkweise von Glyphosat beruht auf der Hemmung eines Enzyms, das für den Aufbau von Eiweißbausteinen zuständig ist. Fehlt es, kommt es zum Wachstumsstillstand und die Pflanze stirbt ab. Daher wird es gerne von Bauern, wie auch von Privatleuten eingesetzt, die sich lästiges Unkrautjäten ersparen wollen. Die Felder müssen nicht mehr nach der Ernte umgepflügt werden, um Unkrautwachstum zu verhindern, sondern werden nach der Ernte(!) nochmals kräftig gespritzt. In Deutschland werden ca. zwei drittel aller Landwirtschaftlichen Flächen mit Glyphosat-haltigen Herbiziden bespritzt.

Glyphosat stört die Atmung der Zelle, den Giftabbau und die Vitaminsynthese

Speziell hemmt Glyphosat die Aktivität von Cytochrome P450 (CYP), welches ein Einweißbaustein mit enzymatischer Aktivität ist, das in praktisch allen Lebensformen vorkommt. Es dient zur Bindung freier Sauerstoffe bzw. deren Transport zur Zellatmung. Zudem ist CYP an der Synthese wasserunlöslicher Stoffe beteiligt, wie z.B. Vitamin D3. Eine zweite Wirkung von Glyphosat ist die Störung von Darmbakterien. Diese besteht darin, den Schwefeltransport zu behindern und so die ganze Darmflora durcheinanderzubringen. Studien belegen inzwischen den Zusammenhang zwischen chronischen Darmenzündungen und diesen Art von Störungen – die z.B. auch durch Antibiotika entsteht.

Damit ist die Toxizität von Glyphosat nicht nur direkt gegeben, wo tatsächlich die täglich mit unseren Haferflocken, Weizen- und Sojaprodukten zu uns genommenen Mengen nicht ausreichen sofort direkte Schäden zu verursachen. Doch indirekt sorgt Glyphosat dafür, dass wichtige Synthese- und Entgiftungsprozesse unseres Körpers weniger gut laufen, was sehr gefährlich sein kann, wie inzwischen auch erforscht wurde 2). Der Schaden, den andere Umweltgiften und chemische Zusätze in Lebensmitteln anrichten können, wird durch die Glyphosataufnahme umso größer. Dies liegt an der verminderten Entgiftungsfunktion der Darmbakterien als auch an der CYP-Hemmung.

Glyphosat kommt in vielen Grundnahrungsmitteln vor

Am häufigsten und intensivsten werden Glyphosat-haltige Herbizide wie RoundUp bei Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Soja, Raps, Zuckerrüben und Baumwolle eingesetzt. Schützen kann man sich, durch Eigenanbau, Bio-Lebensmittel oder den Umstieg auf alternative Lebensmittel. Auch sollten wir weder Flaschen- noch Leitungswasser ungefiltert trinken.

Quellen:

  1. Glyphosat – Wikipedia
  2. Seneff S, Samsel A, „Glyphosate’s Suppression of Cytochrome P450 Enzymes and Amino Acid Biosynthesis by the Gut Microbiome: Pathways to Modern Diseases, Entropy 2013, (Die glyphosatbedingte Unterdrückung von Cytochrom P450 Enzymen und der Aminosäuresynthese der Darmflora: Ursachen moderner Krankheiten) (Studie als PDF)
  3. Glyphosat in Getreideprodukten – Gift im Korn – Testbericht bei ÖKO-TEST

4 Responses to Glyphosat

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