Gesund durch entgiftende Lebensmittel

Gesund durch entgiftende, aufbauende und natürliche Lebensmittel

2012-10-10-10.46.43

Die industriell vearbeiteten Lebensmittel (z.B.Sterilisieren,Zerkleinern, Geschmacksverstärkerzusätze, künstliche Aromazusätzen, Haltbarmacher…), die wir heutzutage in den meisten Geschäften einkaufen können, haben bereits erhebliche Nährstoffverluste erlitten. Und dies zusätzlich dazu, dass der Nährstoffgehalt bei fast allen Lebensmitteln durch Überdüngung, Gifte etc schon grundsätzlich extrem abgenommen hat.

Unser Körper greift bei unserer dadurch häufig unausgewogener Ernährungsweise erst einmal auf die Nährstoffspeicher zurück, sodass sich ein Mangel oft erst spät bemerkbar macht. Wenn die Speicher erschöpft sind, können die Stoffwechselfunktionen nicht mehr ausreichend wahrgenommen werden. Dies äußert sich durch verschiedene Anzeichen. (siehe Rubrik: Symptome)

Man kann jedoch hier bereits frühzeitig gegensteuern! (siehe auch unten: empfehlenswerte Literatur und Links!)

Dazu ist im Prinzip nur eine realtiv einfache Grundkenntnis dessen notwendig, was unser Körper braucht, und woher wir diese Stoffe bekommen können!

Was unser Körper braucht-Grundsätzliches

Grundlegend braucht ein gesunder Körper entgiftende, aufbauende und natürliche Lebensmittel, die folgende Inhaltsstoffe enthalten:

  • Makronährstoffe:  Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett- Sie sind Energielieferanten und machen den größten Teil unserer Ernährung aus!
  • Mikronährstoffe: Vitamine(rund 45), Mineralstoffe, das sind anorganische Nährstoffe, die in Mengen-und Spurenelemente unterteilt werden.
  • sekundäre Pflanzenstoffe ( mehrere Tausend Substanzen)

Die Nährstoffdichte eines Lebensmittels ist das Verhältnis vom Nährstoffgehalt bezogen auf die Energie.

Mit der Nährstoffdichte lässt sich die Qualität eines Lebensmittels beurteilen und somit sein gesundheitlicher Wert. (Je höher die Nährstoffdichte ist, um so günstiger ist das Verhältnis zwischen dem Nährstoff- und dem Energiegehalt.)

Nun hat der Energiebedarf der Menschen in den Industriegesellschaften abgenommen, aber der Bedarf an essentiellen Nährstoffen wie z.B.  Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen …nicht!

Daher gilt:

  • Bevorzugen Sie Lebensmittel, die reich an wertvollen Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Omega-3-Fettsäuren, natürlichem Eiweiß und sekundären Pflanzenstoffen sind,
  • aber arm an Kalorien!
  • Bevorzugen Sie frische, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel aus ökologischem Anbau, ansonsten „vergiften“ Sie Ihren Körper weiterhin (siehe Rubrik: Gifte!)!
  • Kaufen Sie möglichst Obst und Gemüse, das gerade Saison hat. Es ist nährstoffreich und schmeckt besser!
  • Lagern Sie Obst und Gemüse dunkel, da es im Hellen extrem viel Mikronährstoffe verliert!
  • Essen Sie mehr Obst und Gemüse als Fleisch!
  • Dünsten oder backen Sie Fleisch und Gemüse, braten Sie es nicht!
  • Zerkleinern Sie Gemüse nicht zu sehr, waschen Sie es nur kurz unter fließendem Wasser und bereiten Sie es wie alle anderen Lebensmittel erst kurz vor den Mahlzeiten zu!
  • Garen Sie Gemüse auf kleiner Flamme nur kurz mit wenig Wasser im zugedeckten Topf oder mit Dampf, so dass es noch knackig ist. Verwenden Sie das Gemüsewasser weiter, da es wertvolle Inhaltsstoffe hat!
  • Werten Sie gekochtes Gemüse mit rohem auf! –
  • Essen Sie möglichst viel roh und unverarbeitet, allerdings möglichst nicht nach 15.00Uhr und nicht nach gekochtem Essen, außerdem nie Süßes nach Rohem, da sonst Gärung entsteht!
  • Abends keine „Eiweißbomben“ essen wie Fleisch, Käse oder Sauermilchprodukte, da es sonst zu Fäulnis im Darm kommt
  • Garen Sie Kartoffeln und Topinambur in der Schale, da diese viele wertvolle Inhaltsstoffe hat!
  • Speicheln Sie die Nahrung durch langes Kauen gut ein, so wird bereits vorverdaut und Ihr Darm entlastet!
  • Benutzen Sie wertvolle kaltgepresste Bio-Öle. Sie enthalten gesunde Fette ( Leinöl, Olivenöl, natives Sonnenblumenöl…).
  • Nehmen Sie zum Braten Ghee(Butterfett) anstatt Öl, da es beim Erhitzen nicht wie andere Fette ungesunde Stoffe entwickelt!
  • Nutzen Sie die Kraft der Kräuter!
  • Trinken Sie hochwertige Bio-Gemüse- und Obstsäfte!
  • Essen Sie täglich eine Handvoll Nüsse! Sie enthalten sehr viele Antioxidantien! (siehe auch Blogbeitrag prosper-life.de: Eine Handvoll Nüsse für ein langes Leben )
  • Achten Sie auf  gesundes, natürliches Wasser zum Trinken! (siehe auch Blogbeitrag prosper-life.de: Die Rolle des Wassers für unseren Organismus und Dr. Lanka: Mein Traum vom Wasser wurde wahr:der Maunawaifilter)

Eine nährstoffreiche Kost bedeutet nicht mehr zu essen, sondern Ihre Lebensmittelauswahl zu optimieren!

Besonders entgiftende Lebensmittel:

  • Sprossen– enthalten sehr viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Man kann sie ganz einfach selbst ziehen!
  • Grüne Blattgemüse -haben viel Vitamin C und Chlorophyll, das nicht nur Umweltgifte wie Schwermetalle oder Pestizide ausschwemmt.

  • Zitrone– Die hohe Konzentration an Vitamin C macht die Zitrone zu einem basischen, exzellenten „Entgifter„!- Machen Sie sich doch täglich ein Glas Zitronensaft mit etwas Kaiser Natron(Natriumkarbonat) darin, das verstärkt die Wirkung!

  • Knoblauch – aktiviert die Leber-Enzyme, sodass sie Giftstoffe leichter ausgeschieden werden können! Wirkt auch positiv auf das Herz-Kreislaufsystem.

  • Leinsamen – haben viele Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine und können den Cholesterinspiegel senken

  • Brunnenkresse – unterstützt den Entgiftungsprozess durch eine harntreibende Wirkung.

  • Broccoli –hat sehr viele Vitamine und andere Mikronährstoffe. Es heißt, dass er das Krebsrisiko bis zu 50-fach reduzieren kann! Stellen Sie doch mal Gemüsesaft aus Broccoli und ev. weiteren Gemüsen her, und trinken Sie täglich ein Glas! Sie werden eine enorme Vitalitätssteigerung bemerken! Kohl beinhaltet die zwei Enzyme. die den Entgiftungsprozess der Leber in Gang setzen.
  • Grüner Tee -hat sehr viele Antioxidantien und Catechine, die die Leber in ihrer Funktion unterstützen.
  • Früchte  aller Art- haben Vitamin C, viel weitere Antioxidantien, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe, allerdings vor allem, wenn sie wirklich reif sind!

Und: Es lohnt sich, am Fensterbrett, auf dem Balkon oder im Garten Kräuter(schwerpunktmäßig Wildkräuter) zu halten. Sie sind gesunde Nährstoffbomben, da sie viele Mineralien, Spurenelemente, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und heilsame ätherische Öle enthalten!

Kurzer Überblick über die wichtigsten Bestandteile von Lebensmitteln, Ihre Definition, ihre Funktion für unseren Organismus, die benötigte Tagesmenge und ihr Vorkommen sowie Symptome von Mangelerscheinungungen

1)Mikronährstoffe

a) Übersicht über die wichtigsten Vitamine und deren Vorkommen in unseren Lebensmitteln

Vitamine sind Vermittler im Ablauf der Stoffwechselvorgänge. Sie steuern Auf- und Abbauvorgänge in unserem Organismus. Vitamine sind organische Verbindungen, die unser Organismus für lebenswichtige Funktionen benötigt, die aber nicht vom Körper selbst genügend produziert werden. Wir müssen sie mit der Nahrung aufnehmen!

  • Wasserlösliche Vitamine sollten täglich zugeführt werden, da unser Körper diese nicht speichern kann. (Vitamin B-Komplex und Vit. C)
  • Fettlösliche Vitamine können länger im Fettgewebe und in der Leber gespeichert werden (Vitamin A,D,E und K)

Vitamin A -fettlöslich

  • Definiton: Vitamin A bezeichnet mehrere chemische Verbindungen, die verschiedene biologische Funktionen in unserem Körper erfüllen. (chemisch: Retinoide)-starkes Antioxidans
  • benötigte Tagesmenge: 0,8-1,0 mg (Beta-Carotin: 2-5 mg)
  • Funktion für den Organismus: Vitamin A ist wichtig für das Wachstum, die Funktion und den Aufbau von Haut und Schleimhäuten, zum Aufbau von Blutkörperchen, für den Sehvorgang, das Nervensystem, das Knochengerüst, das embryonale Wachstum, die Reproduktion und den gesamten Eiweiß-Stoffwechsel.
  • Mangelerscheinungen: Schäden der Hornhaut, Nachtblindheit, Blutarmut, Störungen des Knochenwachstums und der Zahnentwicklung, Beeinträchtigung der Entgiftungsfunktionen und Antioxidation
  • Vorkommen: in gelben, grünen oder orangenen Gemüsesorten (Grünkohl, Spinat, Broccoli, Möhren, Paprika, Mais, Kürbis), aber auch  in Fenchel, Aprikosen,Knoblauch, Feldsalat, Löwenzahn, Sauerampfer, Schnittlauch, Petersilie, Süßkartoffeln, Lachs, Hühnerfleisch, Rindfleisch, Butter, Eigelb, Milch…

Vitamin E – Vitamin-K-Gegenspieler- fettlöslich

  • Definition: Vitamin E ist ein Sammelbegriff für fettlösliche Substanzen, am meisten erforscht: Tocopherol, starkes Antioxidans
  • benötigte Tagesmenge:12-15 mg
  • Funktion für den Organismus: hat antithrombotische Wirkung(Gerinnungshemmer), kann als Antioxidans mehrfach ungesättigte Fettsäuren vor einer Zerstörung durch Oxidation(freie Sauerstoff-Radikale) schützen und schützt auf diese Weise die Zell- und Organellenmembranen, gilt als Anti-Aging-Vitamin. Außerdem steuert es die Keimdrüsen und soll auch gegen Krebs helfen.
  • Mangelerscheinungen: trockene, faltige Haut, Leistungsschwäche, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Reizbarkeit, schlecht heilende Wunden, begünstigt Arteriosklerose und Dystrophie, vermehrte Oxidation von Fetten…
  • Vorkommen: in Pflanzenölen, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, rotem Palmöl, Eiern, Avocado, Ölsaaten und Vollkorn

Vitamin K- fettlöslich

  • Definition: „Sie sind ein Kofaktor von Reaktionen der y-Glutamylcarboxylase. Über diesen Mechanismus werden mehrere Gerinnungsfaktoren und gerinnungshemmende Faktoren aktiviert und reguliert.“ ( wikipedia)
  • benötigte Tagesmenge: mindestens 65 µg für Frauen und 80 µg für Männer tgl (Deutsche Gesellschaft für Ernährung)
  • Funktion für den Organismus: nötig für Blutgerinnung, Knochenstoffwechsel, Zellwachstumsregulierung und gegen Gefäßverkalkung, unterstützt ein gesundes Herz-Kreislaufsystem
  • Mangelerscheinungen: Verstärkung der Verkalkung mit Gefahr der Osteoporose, verstärkte Blutungsneigung, geschwächtes Herz
  • Vorkommen:  in Nüssen, Avocado,Vollmilch beziehungsweise fetten Milchprodukten, Eigelb und Fleisch (Innereien, Muskelfleisch)

Vitamin D3-fettlöslich

  • Definition:  hat im Körper die Funktion eines Prohormons und wird über eine Zwischenstufe zu dem Hormon Calcitriol umgewandelt.
  • benötigte Tagesmenge: ist medizinisch umstritten, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Säuglinge im ersten Lebensjahr täglich 10 µg, für Kinder und Erwachsenen ca 20 µg (800 IE) Vitamin D3
  • Funktion für den Organismus: Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut und  des Knochenaufbaus(Einlagerung von Calcium in den Knochen).
  • Mangelerscheinungen: Rachitis, Osteomalazie, Bluthochdruck, Kardiovaskuläre Erkrankungen, metabolisches Syndrom, koronare Herzerkrankungen, Myokardinfarkt, Autoimmunkrankheiten(Multiple Sklerose, Morbus Chron, Diabetes mellitus Typ 1…), Asthma
  • Vorkommen: Lebertran, Matjshering, Räucherlachs, Sardinen, Kalbfleisch, Avocado, Eier, Champignons, geringer in Milch, Quark, Butter,Käse- sollte vor allem im Winter mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden!

Vitamin C-wasserlöslich

  • Definition: ist eigentlich eine Säure ( L-(+)-Ascorbinsäure), wirkt physiologisch aber als Vitamin
  • benötigte Tagesmenge: laut Empfehlung der Deutsche Gesellschaft für Ernährung: 100 mg/Tag, ist aber umstritten, viele empfehlen auch mehr
  • Funktion für den Organismus: hat im Körper Entgiftungsfunktion- ist ein starkes Antioxidans( Sauerstoff-Radikalenfänger), stützt das Immunsystem, hilft bei der Wundheilung und ist für den Aufbau und die Regeneration des Bindegewebes zuständig
  • Mangelerscheinungen: Müdigkeit, Leistungsschwäche, Infektanfälligkeit, schlechte Wundheilung, Blutungen von Haut und Schleimhäuten, Skorbut
  • Vorkommen: in der Menge absteigend: in Buschpflaumen, Acerolakirsche, Hagebutte, Sandornbeere, Johannisbeere, Avocado, Petersilie, Schnittlauch, Rosmarin, Bärlauch, Pimpinelle, Kapuzienerkresse, Fenchel,Knoblauch,Grünkohl, Topinambur, Broccoli, Paprika, in allen Zitrusfrüchten

Vitamin B1 (Thiamin, Aneurin)-wasserlöslich

  • Definition: ist ein Coenzym, d,h, eine Substanz, die an Enzymreaktionen beteiligt ist, ein sogenannter Hilfsstoff
  • benötigte Tagesmenge: Säuglinge (bis 12 Monate): 0,2–0,4 mg, Kinder (1–15 J.): o,6-1,4mg, Frauen 1,0mg (Schwangere:1,2mg, Stillende: 1,4mg), Männer: 1,0-1,3mg
  • Funktion für den Organismus: unentbehrlich für die Funktion des Nervensystems und den Kohlenhydratstoffwechsel
  • Mangelerscheinungen: Störungen von Kohlenhydratstoffwechsel und Nervensystem(Polyneurapathie, Reizbarkeit, Depression, Sehstörungen, Appetitlosigkeit, Müdikeit, Konzentrationsschwäche,  Gedächtnisstörungen, Ödeme, Herzversagen, schwache Muskulatur, Muskelatrophie, Blutarmut…
  • Vorkommen: im Gehalt absteigend:Weizenkeime, Sonnenblumenkerne, Knoblauch, Avocado, Backhefe, Bierhefe, Sojabohnen, Sesam, Kamut, Vollkorngetreide, Fenchel,Macadamianüsse, Schweinefleisch, Löwenzahn,Petersilie, weiße Bohnen,Topinambur, Kartoffeln, Milch,Haferflocken, Geflügel

Vitamin B2(Riboflavin)- (schlecht)wasserlöslich, aber hitzebeständig

  • Definition: Riboflavin dient als Vorstufe für Flavin- Koenzyme, die insbesondere in Oxidoreduktasen eine große Rolle spielen
  • benötigte Tagesmenge: Die DGE empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 1,7 mg bei Männern und 1,5 mg bei Frauen.
  • Funktion für den Organismus: unterstützt den Energiehaushalt der Zellen, spielt eine zentrale Rolle beim Stoiffwechsel, sorgt für funktionierende Schleimhäute und Haut, Riboflavin ist an einigen Reaktionen beteiligt, „die für den Abbau von Fettsäuren und Purinen verantwortlich sind. Dabei sind sie oftmals an der Energiegewinnung aus den Nährstoffen in der Atmungskette beteiligt“(Lebensmittellexikon). starkes Antioxidans
  • Mangelerscheinungen:  Hautschuppung und -rötung, Lichtempfindlichkeit, eingerissene Mundwinkel, gebrochene Fingernägel, Trübung der Augenlinse, Veränderungen des Nervensystems, Anbtriebslosigkeit
  • Vorkommen: in Vollkorngetreide, Broccoli, Spargel, Roggen, Spinat, Nüssen, Fisch, Pilzen, Milchprodukten, Eiern

Vitamin B6( Pyridoxin)-wasserlöslich

  • Definition: Vitamin B6 ist die Sammelbezeichnung für drei ähnliche chemische Verbindungen, die alle Vorstufen des aktivierten Vitamins Pyridoxalphosphat sind.
  • benötigte Tagesmenge: „Die Referenzbereiche (Normalwerte) für Glutaminsäure im Blutbefund sind bei Säuglingen 20–107 µmol/ml, bei Kindern 18–65 µmol/ml und bei Erwachsenen 28–92 µmol/ml.“ (wikipedia)
  • Funktion für den Organismus: Der Mensch kann den Cofaktor Pyridoxalphosphat nicht völlig selbst herstellen und ist dafür auf die Zufuhr dieser Vorstufen mit der Nahrung angewiesen. Sie wirken als Coenzyme in ca 100 enzymatischen Reaktionen, schwerpunktmäßig im Aminosäurestoffwechsel, außerdem sind sieals Cofaktor beteiligt  beim Abbau von tierischer Stärke.
  • Mangelerscheinungen: Durchfall, Erbrechen, Dermatitis, Anämien, Wachstumsstörungen, Krampfzustä#nde, Angststörungen…
  • Vorkommen:Kohl, grüne Bohnen, Linsen, Feldsalat, Avocado,Topinambur, Kartoffeln, Vollkorn, Weizenkeime, Nüsse, Hefe, Weißbier, Bananen

Folsäure (Vitamin B9 od. Vit.M)-wasserlöslich,hitze- und lichtempfindlich

  • Definition: Folsäure ist die Vorstufe des Coenzyms Tetrahydrofolsäure.
  • benötigte Tagesmenge: Empfehlung  Deutsche Gesellschaft für Ernährung: 400 µg Folsäure (Frauen mit Kinderwunsch perikonzeptionell 800 µg)
  • Funktion für den OrganismusWegen der Beteiligung an der Synthese von DNS-Bausteinen spielt die Folsäure insbesondere in der Schwangerschaft sowie bei sich häufig teilenden Zellen, z.B. beim Knochenmark eine sehr wichtige Rolle. Außerdem liefert sie die C1-Bausteine  u. a. von den Aminosäuren Serin, Glycin und Histidin.
  • Mangelerscheinungen: perniziöse Anämie, Arteriosklerose, Erschwerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen(noch nicht endgültig erforscht)
  • Vorkommen: in Hefe, Linsen u.a. Hülsenfrüchten, Getreidekeimen (insb.Weizenkeime), geringer; in Nüssen, Avocado, Vollkorn, Rote Beete, Broccoli, Karotten, Rosenkohl, Tomaten, Obst…

Vitamin B3 (Niacin, Nicotinsäure)-wasserlöslich

  • Definition: wichtiger Baustein verschiedener Coenzyme, daher von zentraler Bedeutung für den Stoffwechsel von Eiweißen, Fetten, und Kohlenhydraten.
  • benötigte Tagesmenge: Frauen 13 bis 15 mg, für Männer 15 bis 20 mg. Für Kinder werden 5-6 mg und für stillende Frauen etwa 20 mg empfohlen.
  • Funktion für den Organismus: Erbsubstanz-Reparatur, Auf- und Umbau von Kohlenhydraten,Fetten und Eiweißen, Energiegewinnung, hat  antioxidative Wirkung und nimmt an vielen enzymatischen Vorgängen teil,  ist wichtig für die Regeneration von Haut, Nerven, Muskeln
  • Mangelerscheinungen: Magen-Darmentzündung, Koppfschmerzen, Depressionen, Reizbarkeit, Schlafstörungen
  • Vorkommen: in Nüssen, Pilzen, grünem Gemüse, Bohnen,Aprikosen, Datteln, Champignons, Fisch, Geflügel, Wild, Kaffee, Cashewkernen,Milchprodukten

Coenzym Q 10 (Ubichinon-10)

  • Definition: verwandt mit Vitamin K und Vitamin E, „Q-10 ist ein Elektronen– und Protonen-Überträger zwischen dem Komplex I bzw. Komplex II und dem Komplex III der Atmungskette. „(wikipedia)
  • benötigte Tagesmenge: 30–200 mg pro Tag
  • Funktion für den Organismus: ein wichtiges mitochondriales Antioxidans, Abbau von schädlichen Radikalen, stellt die Energieversorgung sicher, aktiviert das Immunsystem, stärkt Herz und Nerven und steigert die Fettverbrennung.
  • Mangelerscheinungen: vermehrte Bildung freier Radikale, dadurch schnelle Alterung der Zellen

  • Vorkommen: in Fleisch von Organen (Leber), öligem Fisch (Sardinen, Makrelen usw.), Nüssen (z. B. Pistazien), Hülsenfrüchten, Sesamsamen, Sonnenblumenkernen, Pflanzenölen, Kohl, Zwiebeln, Kartoffeln, Spinat, Rosenkohl und Brokkoli. Kochen kann das Coenzym zerstören.

b) Übersicht über die wichtigsten Mineralstoffe, Spurenelemente sowie sekundäre Pflanzenstoffe und deren Vorkommen in unseren Lebensmitteln

Mineralien und Spurenelemente sind lebensnotwendige anorganische Stoffe für unseren Organismus. Sie sind beteiligt an der Muskel-, Nerven- und Blutgerinnungsfunktion, am Kochenaufbau, am Salz- und Wasserhaushalt. Wir müssen diese Mikronährstoffe mit der Nahrung zuführen, da der Körper sie nicht selbst synthetisieren kann!

Ihr Fehlen kann massive Mangelerscheinungen verursachen!

Mengenelemente:

  • Magnesium: aktiviert über 300 Enzyme, regt die Energiebildung in den Mitochondrien(den „Kraftwerken“ in den Zellen) an, ist ein Calciumantagonist, stabilisiert die Zellmembranen Vorkommen: in grünen Gemüsesorten, Vollkorn, Bananen, Nüssen, Fisch
  • Calcium: ist beteiligt am Knochen- und Zahnaufbau, bei der Blutgerinnung, der Stabilisierung der Zellmembranen, unterstützt Muskel-, Nerven- und Herzfunktionen Vorkommen: in grünem Blattgemüse, Grünkohl, Milchprodukten, Mandeln
  • Kalium : ist notwendig für die Reizleitung im Herzmuskel, die Erregung von Muskeln und Nerven und unterstützt den Säure-Basen-Haushalt. Vorkommen: in Nüssen, Bananen, Aprikosen, Feigen, Datteln, Vollkorn, Topinambur, Kartoffeln, Fleisch
  • Schwefel: ist beteiligt beim Eiweißstoffwechsel, bei der Entgiftung, ist Bestandteil von Hormonen, Enzymen und Aminosäuren. Vorkommen: in Broccoli, Zwiebeln, Bärlauch, Schafgarbe, Löwenzahn, Nüssen, Knoblauch, Käse, Eiern, Matjeshering, Krabben
  • Natrium: ist u.a. beteiligt am Informationsaustausch zwischen den Zellen und an der Regulation des Wasserhaushalts.Vorkommen: Salz (möglichst Ursalz verwenden, da ohne Rieselhilfe und sonstige Zusätze!), Salzheringe, marinierte Oliven,Käse
  • Phosphor: beteiligt am Energiestoffwechsel in den Mitochondrien, am Zahn- und Knochenstoffwechsel Vorkommen: in Hülsenfrüchten, Getreide, Milchprodukten, Bohnen, Eiern, Fisch und Fleisch

Spurenelemente:

  • Cobalt (als Bestandteil von Vitamin B 12):-hilft beim Aufbau von Vitamin B12 Vorkommen: in Obst, grünem Blattgemüse, Fleisch und Fisch
  • Eisen: ist Bestandteil von Enzymen, ist notwendig bei der Blutbildung und der Versorgung der Organe mit Sauerstoff. Vorkommen: in Haselnüssen, Mandeln, Pfifferlingen, Weizenkleie, Fleisch, Leber, Brennesseln,
  • Jod: nötig für den Energiehaushalt, unterstützt das Wachstum und die Bildung von Schilddrüsenhormonen. Vorkommen: in Algen, Pilzen, Seefisch
  • Kupfer ist wichtig für die Zellatmung, hat Katalysatorfunktion bei der Sauerstoffverwertung und beim Elektronentransport, aber:

    Bei Überschüssen fällt freies Kupfer an. Es kann biologisch hochaktive, zellschädigende Sauerstoffverbindungen erzeugen, sogenannte freie Radikale.Vorkommen: (http://www.apotheken-umschau.de/laborwerte/kupfer)

    Vorkommen: in Schalen- und Krustentieren (wie Muscheln, Hummer oder Krebse)

  • Mangan ist  wichtig für die Aufgabe verschiedenster Eiweisse, die als Enzyme viele Abläufe im Körper steuern, z.B. den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel, die Herstellung von Insulin und den Aufbau von Knorpel- und Knochengewebe. Vorkommen: in pflanzlichen Lebensmitteln, vor allem Nüssen, Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten,  Erdbeeren und Tee( siehe auch:http://www.eesom.com abgerufen am 30.08.2015)
  • Molybdän wird für den Stoffwechsel von schwefelhaltigen Aminosäuren und der Harnsäure benötigt und ist ein starkes Antioxidans Vorkommen: in Hülsenfrüchten, Weizenkeimen, Gewürzpflanzen (Dill, Petersilie, Schnittlauch), Innereien und Eiern. Es ist außerdem ein Teil des Getreidekeims. (siehe auch: www.cwntrosan.com, abgerufen am 30.08.2015)
  • Selen ist Bestandteil eines Enzyms, das freie Radikale bindet, ist bei der Bildung des Schilddrüsenhormons beteiligt
    ( siehe auch:http://www.gesundheit.de/ernaehrung/naehrstoffe/mineralstoffe-und-spurenelemente/selen-eigenschaften-und-zufuhr, abgerufen am 30.08,2015) Vorkommen: Innereien, Fleisch und Fisch, Getreide, Nüsse und Hülsenfrüchte sowie Steinpilze.
  • Silicium (Kieselsäure) ist wichtig für den Zellstoffwechsel, den Zellaufbau, den Aufbau und die Stärkung des Bindegewebes, zur Stärkung des Immunsystems und für die Elastizität der Blutgefäße. Außerdem ist es entzündungshemmend.  Vorkommen: Kartoffeln, Äpfel, Aprikosen, Pfifferlinge, Kirschen, Blumenkohl, Kümmel, Bohnen, Sellerie, Grünkohl, Pflaumen, rote Rüben, Hirse, Hafer…..
  • Zink kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln, Fischen und Meeresfrüchten (Austern besonders), in Milchprodukten,  Weizenkleie, Sonnenblumenkernen, Roggenkeimlingen, Weizenkeimlingen, Cachewkernen, Kalbfleisch, Paranüssen und einigen Käsesorten (Emmentaler, Edamer, Gouda) vor.

2) Übersicht über die wichtigsten sekundären Pflanzenstoffe

Obst und Gemüse bilden zu ihrem eigenen Schutz sekundäre Pflanzenstoffe. Diese können auch uns vor Erkrankungen schützen. Sie helfen den Blutdruck und Blutzuckerspiegel zu regulieren, können Gefäßverstopfungen verhindern, beugen Herz- und Kreislauferkrankungen vor und wirken auch gegen Tumore. Sie befinden sich oft in der Schale und sind oft licht- und hitzeempfindlich. Lagern Sie daher, wie schon oben gesagt, Obst und Gemüse dunkel, da es im Hellen extrem viel Mikronährstoffe verliert!

1) Gruppe der Carotinoide:

am bekanntesten Beta-Carotin (Vorstufe von Viatim A):

  • Funktion für den Organismus: scheint u.a. eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs zu haben, wirkt als starkes Antioxidans! Für weitere Wirkungen siehe Vitamin A
  • Vorkommen:  Möhren, roter Paprika, Aprikosen, Avocado, Tomaten, Kürbisse, Spinat, Feldsalat, Wirsing, Grünkohl

2) Gruppe der Flavonoide:

  • Funktion für den Organismus wirken als starke Antioxidantien und können dadurch der Entstehung von Krebs vorbeugen. Einige Studien belegen, dass sie auch vor Herzinfarkt schützen können, das Immunsystem stärken und Krankheitskeime abtöten können.
  • Vorkommen: in fast allen Obst- und Gemüsearten, z.B. in Kirschen und Trauben, Roten Beeten, Rotkohl, Auberginen…

3) Gruppe der Sulfide:

  • Funktion für den Organismus: beugen Cholesterinablagerungen in den Arterien vor, fördern die Verdauung, können vor Magen- und Darmkrebs schützen! Starkes Antioxidans
  • Vorkommen: Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch, Porree…

4) Gruppe der Glucosinolate:

  • Funktion für den Organismus: beugen Krebs vor, regen die körpereigene Entgiftung an, verringern das Risiko von Magengeschwüren und hemmen das Wachstum von Mikroorganismen. Starkes Antioxidans
  • Vorkommen in allen Kohlarten, in Kresse, Radieschen, Rettich …

 

Empfehlenswerte Literatur und Links:

  • Galina Schatalova: Heilkräftige Ernährung, 5.Auflage 2006, Goldmann Arkana Verlag
  • Galina Schatalova: Wir fressen uns zu Tode,11.Auflage 2002, Goldmann Verlag
  • Andreas Campobasso: Stopp! Die Umkehr des Alterungsprozesses, 3.Auflage 2008, Goldmann Arkana Verlag
  • Uschi Eichinger, Hyra Hoffmann: Die Anti-Stress-Ernährung,1. Auflage, 2014, Systemed Verlag
  • Tamara Lebedewa: Reinigung Entschlcken und Entgiften Sie Ihren Körper, 5.Auflage 2014,Driediger Verlag
  • Dr.med.Eberhard J. Wormer: Klostermedizin Heilkunst und Lebenskunst. 2015, Lingen Verlag
  • Petra Lange: Säure-Basen Gleichgewicht der Kräfte,  2015, Lingen Verlag
  • Ruediger Dahlke: Entschlacken, Entgiften, Entspannen- Natürliche Wege zur Reinigung, Juli 2005, Rowohlt Tschenbuch Verlag
  • www.ganzimmun.de
  • http://blog.prosper-life.de/- Wissen für ein langes Leben
  • http://www.dgem.de/mangel.htm (deutsche Gesellschaft für Ernährung)
  • http://www.lebensmittellexikon.de/
  • http://www.klein-klein-verlag.de/empfehlungen/45-empfehlungen/134-mein-traum-vom-wasser-wurde-wahr.html
  • http://www.ig-fuer.de/ (Interessengemeinschft für gesunde Lebensmittel e.V.)
  • http://www.gesundheit.de/ernaehrung/gesund-essen/ernaehrungswissen/sekundaere-pflanzenstoffe-was-sind-das-eigentlich-fuer-stoffe

 

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